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Beim Kauf von Elektrofahrzeugen vergleichen Verbraucher Beschleunigung, Akkukapazität und Reichweite der drei elektrischen Systeme. Daher ist der Begriff „Reichweitenangst“ entstanden, der die Sorge vor dem psychischen Stress oder der Angst vor einem plötzlichen Stromausfall während der Fahrt beschreibt. Man kann sich also vorstellen, wie viel Mühe die Reichweite von Elektrofahrzeugen den Nutzern bereitet. Heute teilte Tesla-Chef Elon Musk seine neuesten Ansichten zur Reichweite in einem sozialen Netzwerk mit seinen Fans. Er meinte: Eine zu hohe Reichweite ist sinnlos!
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Musk erklärte, Tesla hätte bereits vor zwölf Monaten ein Model S mit 965 km Reichweite (600 Meilen) produzieren können, doch dies sei völlig unnötig gewesen. Denn eine höhere Reichweite verschlechtere Beschleunigung, Fahrverhalten und Effizienz. Eine größere Reichweite bedeute in der Regel, dass das Elektrofahrzeug mehr Batterien und ein höheres Gewicht benötige, was das Fahrvergnügen erheblich mindere. 643 Kilometer (400 Meilen) hingegen böten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Fahrspaß und Effizienz.
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Shen Hui, CEO des chinesischen Elektroautoherstellers Weima, stimmte Musks Ansicht umgehend in einem Beitrag auf Weibo zu. Er erklärte: „Höhere Reichweite basiert auf größeren Akkus. Wenn alle Autos mit großen Akkus unterwegs wären, wäre das in gewisser Weise Verschwendung.“ Er ist überzeugt, dass der Ausbau von Ladestationen, die Verbesserung der Energieversorgung und die Steigerung der Effizienz ausreichen, um die Ladeängste von Elektroautobesitzern zu beseitigen.
Lange Zeit war die Reichweite des Akkus das wichtigste Kriterium bei der Markteinführung neuer Elektrofahrzeuge. Viele Hersteller sahen darin ein Hauptmerkmal und einen Wettbewerbsvorteil. Musks Ansicht ist durchaus nachvollziehbar. Eine höhere Akkukapazität aufgrund der angestrebten Reichweite würde tatsächlich zu Lasten des Fahrkomforts gehen. Die Tankkapazität der meisten Verbrenner liegt bei 500–700 Kilometern, was den von Musk genannten 640 Kilometern entspricht. Es scheint also keinen Grund zu geben, eine besonders hohe Reichweite anzustreben.
Die Ansicht, dass eine zu hohe Kilometerzahl sinnlos sei, ist neu und ungewöhnlich. Im Internet gibt es unterschiedliche Meinungen. Viele sagen: „Eine hohe Kilometerzahl kann lediglich die Anzahl der Ausdauerbelastungen reduzieren.“ „Entscheidend ist, dass die Ausdauerbelastung nicht erlaubt ist. Angenommen, 500 Kilometer sind angegeben, dann reichen 300 Kilometer völlig aus. Der Tankwagen gibt 500 Kilometer an, aber in Wirklichkeit sind es 500.“
Herkömmliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor können ihren Tank innerhalb weniger Minuten nach dem Einfahren in die Tankstelle füllen, während Elektrofahrzeuge eine gewisse Zeit zum Aufladen benötigen. Tatsächlich ist neben der Reichweite vor allem die Gesamtleistung der Batteriedichte und der Ladeeffizienz ausschlaggebend für die Reichweitenangst. Andererseits ist eine höhere Batteriedichte bei gleichzeitig kleinerem Volumen auch ein Vorteil, wenn dadurch eine höhere Reichweite erzielt wird.


Veröffentlichungsdatum: 14. März 2022