1. Wie lässt sich die Ladezeit richtig steuern?
Achten Sie während der Nutzung genau auf die Ladezeit und orientieren Sie sich bei der Ladehäufigkeit an der normalen Nutzungshäufigkeit und der gefahrenen Kilometerzahl. Leuchten während der Fahrt die rote und die gelbe Kontrollleuchte des Stromzählers, sollte der Akku geladen werden. Leuchtet nur noch die rote Kontrollleuchte, stellen Sie den Betrieb ein und laden Sie den Akku so schnell wie möglich auf. Andernfalls kann eine Tiefentladung die Lebensdauer des Akkus erheblich verkürzen. Nach vollständiger Ladung lädt sich der Akku nach kurzer Fahrzeit selbst auf. Die Ladezeit sollte nicht zu lang sein, da es sonst zu einer Überladung und Überhitzung des Akkus kommt. Überladung, Tiefentladung und Unterladung verkürzen die Lebensdauer des Akkus. Die durchschnittliche Ladezeit beträgt etwa 8–10 Stunden. Überschreitet die Akkutemperatur während des Ladevorgangs 65 °C, beenden Sie den Ladevorgang.
2. Wie kann das Ladegerät geschützt werden?
Sorgen Sie während des Ladevorgangs für ausreichende Belüftung des Ladegeräts, da sonst nicht nur die Lebensdauer des Ladegeräts beeinträchtigt wird, sondern aufgrund von thermischer Drift auch der Ladezustand gestört werden kann.
3. Was versteht man unter „regelmäßiger tiefer Entleerung“?
Eine regelmäßige Tiefentladung der Batterie trägt ebenfalls zur „Aktivierung“ der Batterie bei, wodurch sich die Kapazität der Batterie geringfügig erhöhen kann.
4. Wie lässt sich eine Erwärmung des Steckers während des Ladevorgangs vermeiden?
Lockere 220-V-Netzstecker oder Stecker am Ladegerätausgang, Oxidation der Kontaktflächen und andere Phänomene können zu einer Erwärmung des Steckers führen. Bei zu langer Erwärmung kann es zu Kurzschlüssen oder Kontaktproblemen kommen, was Ladegerät und Akku beschädigen kann. Treten diese Probleme auf, muss die Oxidation umgehend entfernt oder der Stecker ausgetauscht werden.
5. Warum sollte ich jeden Tag aufladen?
Tägliches Laden kann den Akku in einen Zustand geringer Entladezyklen versetzen und seine Lebensdauer verlängern. Die meisten Ladegeräte laden den Akku zu 97–99 %, sobald die Kontrollleuchte auf „Voll geladen“ umschaltet. Auch wenn nur 1–3 % des Akkus noch nicht vollständig geladen sind, ist der Einfluss auf die Leistung vernachlässigbar, dennoch kann sich eine Unterladung ansammeln. Daher sollte nach vollständiger Ladung und dem Umschalten der Kontrollleuchte der Erhaltungslademodus möglichst beibehalten werden.
6. Was geschieht mit dem Leistungsverlust während der Lagerung?
Es ist strengstens verboten, den Akku entladen zu lagern. Entladen bedeutet, dass der Akku nach Gebrauch nicht rechtzeitig aufgeladen wird. Bei Lagerung im entladenen Zustand neigt der Akku zur Sulfatierung. Die Bleisulfatkristalle lagern sich an den Elektrodenplatten ab, blockieren die Ionenkanäle und führen so zu unzureichender Ladung und Kapazitätsverlust. Je länger der Akku im entladenen Zustand ungenutzt bleibt, desto stärker wird er geschädigt. Daher sollte der Akku bei Nichtgebrauch einmal im Monat aufgeladen werden, um seine Lebensdauer optimal zu erhalten.
7. Wie lässt sich eine Hochstromentladung vermeiden?
Beim Anfahren, bei Personenbeförderung und Bergauffahrten darf das Elektrofahrzeug das Gaspedal nicht abrupt betätigen, um kurzzeitige, hohe Stromentladungen zu vermeiden. Hohe Stromentladungen können leicht zur Kristallisation von Bleisulfat führen und die physikalischen Eigenschaften der Batterieplatten beeinträchtigen.
8. Worauf sollte man bei der Reinigung von Elektrofahrzeugen achten?
Das Elektrofahrzeug ist nach dem üblichen Waschverfahren zu waschen. Während des Waschvorgangs ist darauf zu achten, dass kein Wasser in die Ladebuchse der Fahrzeugkarosserie eindringt, um einen Kurzschluss zu vermeiden.
9. Wie führt man regelmäßige Inspektionen durch?
Sollte die Reichweite Ihres Elektrofahrzeugs während der Nutzung innerhalb kurzer Zeit um mehr als zehn Kilometer sinken, ist wahrscheinlich mindestens eine Batterie im Akku defekt. In diesem Fall sollten Sie sich zur Überprüfung, Reparatur oder zum Austausch an das Verkaufszentrum des Herstellers oder an eine Vertragswerkstatt wenden. Dadurch lässt sich die Lebensdauer des Akkus deutlich verlängern und Ihre Kosten maximal reduzieren.
Veröffentlichungsdatum: 09.02.2023





